1. Januar 2007

Der Weg von Guatemala Café

Wir hatten wieder Lust ein neues Spiel zu machen. Der Hippodice-Autorenwettbewerb stand vor der Tür und wir wollten dort unbedingt mal mitmachen. Wir hatten noch einen alten Prototypen im Keller, der nie so richtig funktionieren wollte, aber trotzdem sehr schöne Elemente hatte. Den haben wir dann zerlegt. Schnell war klar, dass wir Kaffee anbauen wollten. Neu war die Idee zwei Spielpläne zu benutzen. Auch die Siegpunktleiste sollte ins Spiel integriert werden und eine Bedeutung haben. Dann ging alles sehr schnell. Die ersten Tests liefen gut und wir mussten nur noch wenig verändern.

Dann haben wir die Spielregeln beim Hippodice-Autorenwettbewerb eingereicht. Wir haben uns schon über die Bitte, den Prototypen einzuschicken sehr gefreut und haben das Spiel mit Begeisterung auf die Reise geschickt. Das war irgendwann im Dezember 2005. Dann hieß es warten. Erst Mitte März 2006 fiel dann die Entscheidung. Wir sind zweiter geworden – das war ein riesiger Erfolg. Und was nun? Es tat sich eigentlich nicht viel, all unsere Hoffnungen lagen nun in Göttingen. Dort findet einmal im Jahr ein Autorentreffen statt, wo wir dann auch zum ersten Mal hingefahren sind. Das war recht beeindruckend. Jeder Autor bekommt für ein Wochenende einen Tisch und darf dort seine neuen Ideen und Spiele präsentieren. Fast aus jedem Verlag sind Vertreter anwesend (die entweder durch die Gänge huschen, oder in Gespräche vertieft sind). Der ganze Samstag verstrich, ohne dass etwas geschah. Am Sonntag mussten wir uns bemerkbar machen. Also schnappten wir uns Peter Eggert, der sah so freundlich aus und konnte bestimmt nicht „Nein” sagen. Wir behielten Recht und setzten ihn an unseren Tisch. In der Zwischenzeit hatte sich (zum Glück) Kirsten Becker ebenfalls an unserem Tisch eingefunden. Wir fingen also an unser Spiel so chaotisch wie möglich zu erklären – wir waren einfach viel zu aufgeregt. Kirsten bemerkte Peters skeptischen Blick und bombardierte uns sofort mit Fragen zum Spielablauf, Kniffen und Spielregeln. Plötzlich nahm unsere Beschreibung Struktur an und Peter nickte hin und wieder. Am Ende hat er „Guatemala Café” dann mitgenommen. Hurra! Wir haben viel für das nächste Autorentreffen in Göttingen gelernt (Danke Kirsten!!!) und unser Spiel liegt bei einem Verlag! Nun hieß es wieder Warten.

Kurz vor der Spielemesse im Oktober kam dann der Telefonanruf.  Wir machen das Spiel  meinte Peter kurz und knapp. Wir haben uns riesig gefreut und nach „Brandscher Tradition” eine Flasche Sekt geköpft. Bis Nürnberg 2007 gab es noch einiges zu überarbeiten, aber dann konnten wir es endlich in den Händen halten.


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